1992 bis 2003

Nach zähen Verhandlungen mit der Treuhand wurde durch das Kaufangebot von Wolfgang Eschke eine Privatisierung ermöglicht. Es erfolgte eine grundsätzliche Neuausrichtung des Unternehmens auf den internationalen Markt. Die Seidenweberei Eschke war bereits 1990 der erste ostdeutsche Aussteller auf der Premiere Vision in Paris. Weitere Messeteilnahmen in Frankfurt, New York, Chicago, Yokohama und Peking folgten. 1993 hatte das Unternehmen mit dem Sortiment "Crepéjacquard" ein marktfähiges Sortiment gefunden, welches in einen immer größeren Markt eingeführt wurde. Insbesondere Frankreich wurde größtes Exportland.

Technisch ermöglicht die erst 1987 angeschafften Schaft- und Jacquardwebmaschinen SD 400 eine Konzentration auf Investitionen in die Webereivorbereitung, einen CAD-Arbeitsplatz und ein modernes PPS-System.

Neben der Hauptproduktion von hochmodischen Geweben für Damenoberbekleidung wird die Rekonstruktion historisch wertvoller Gewebe weitergeführt.

Ein Meilenstein hierfür ist 1992 der Aufbau der bis dahin größten elektronischen Jacquardmaschine in Zusammenarbeit mit der Firma Grosse, Neu-Ulm. 

Die Jahre 1997, 1998 und 1999 brachten erfreuliche Umsatzsteigerungen, so dass sich das Unternehmen vorübergehend festigen konnte.

Durch den Schwenk, insbesondere der deutschen Konfektion, auf den Einkauf von Fertigprodukten aus Fernost, was zu spät erkannt wurde, brach der Umsatz 2002 ein und das Unternehmen musste 2003 Insolvenz anmelden.


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