Schloss Ludwigslust / BBL Schwerin

 

Schloss Ludwigslust / BBL Schwerin

"Schloss Ludwigslust wurde von Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin zwischen 1772 bis 1776 nach Plänen des Hofbaumeisters Johann Joachim Busch erbaut und bildet den Mittelpunkt einer spätbarocken Stadtanlage. Das Ensemble aus Schloss, Park und Stadtanlage ist einmalig in Norddeutschland. Schon im Jahre 1837 verlegte Großherzog Paul Friedrich die Hofhaltung nach Schwerin zurück." * Damit verlor das Schloss an Bedeutung.

Es sollte dann mehr als 180 Jahre dauern, bis das Schloss wieder im alten Glanz einer Residenz erstrahlt.

Wie in Mecklenburg-Vorpommern üblich, spielen die Seidengewebe auch hier im Schloss wie schon im Schloss Schwerin, Schloss Granitz, Schloss Mirow (alle wurden von uns beliefert) eine große Rolle.

Allein im ersten Bauabschnitt wurden durch uns sechs Seidengewebe, vier Damaste und zwei Lampasse rekonstruiert - teilweise nach Vorlagen aus unserem Archiv.

Auch im 2. Bauabschnitt (2016) haben wir wieder zwei  Rekonstruktionen - ein Längsrips mit Blütenmotiv nach vorhandenem vollständig erhaltenen Rapport und ein Blättermotiv nach Fragmenten und - wirklich schlechter fotografischer Vorlage - für den BBL Schwerin liefern dürfen, beide mit der unwahrscheinlich hohen Kettfadendichte von 260 Fd./cm, die unseres Wissens zur Zeit von keiner anderen Weberei erreicht wird.

Die Präzision unserer Arbeiten, die immer und in jedem Fall an Hand einer Gegenüberstellung des exakten Befundes und der zu liefernden bzw. gelieferten Rekonstruktion nachgewiesen wird, hat auch hier alle Beteiligten überzeugt - es gibt ja nur diese Arbeitsweise die Gewähr, dass wirklich die gesamte Pracht und Schönheit der wunderbaren Seidengewebe bis ins Detail wieder erstrahlen kann.

Ein Besuch von Schloss Ludwigslust lohnt auf alle Fälle!

*Quelle: www.museum-schwerin.de/schloesser-galerie/schloss-ludwigslust/allgemein/